Einfluss

  • Wir können keine Verantwortung für das Glücklichsein anderer übernehmen. Wir könnten zwar Hilfe oder Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, aber wenn unser Gegenüber dies nicht möchte und so wie wir alle trotzdem irgendwann stirbt, ist das nicht unsere Schuld. (Mal ganz abgesehen davon, dass Hilfe in Folge des platon’schen Höhlengleichnis natürlich nicht aufgezwungen werden sollte.) Dementsprechend ist es aber auch im Umkehrschluss, entgegengesetzt dem häufigen Irrglaube, nicht jedes mal unser Verdienst, wenn es dem Gegenüber durch unsere Hilfe besser geht, da sich diese/r immer letztendlich selbst dazu entscheidet Hilfe zu wollen oder eben nicht. Der Trugschluss deshalb keine Hilfe mehr anzubieten, sondern ja auch genauso gut auf die Anforderung von Hilfe warten oder vertrauen zu können, ist einer, der sich simpel durch Nettigkeit und daraus folgend mehr Glück (z.B. gefühlt in Form von Sicherheit) im Untereinander begründen lässt.
Advertisements

Denkfehler

  • Kommst du auch mit Kritik manchmal nicht so gut klar? Das geht vielen so, die sich das dann immer gleich zu Herzen nehmen und emotional darauf reagieren. Es ist ja gut sich die Kritik zu Herzen zu nehmen, oder? Das heißt doch, dass man sie dann ernst nimmt und von Herzen was besser machen möchte… Klar ist die emotionale Kurzschlussreaktion für den Gegenüber dann manchmal unschön, da muss man lernen ruhig zu bleiben und sachlich in selbem Maße rüber bringen, dass die Kritik angekommen ist und man sich ändern möchte, sofern man das nach dem Hinterfragen der Aussage für richtig oder besser hält. Aber ganz häufig nehmen Menschen Äußerungen als Kritik wahr, obwohl man sich sehr gut bezüglich der fremden Individualität tolerieren kann. Man sollte sich bei der Interpretation einer Wertung in eine Aussage immer selbst kritisch betrachten.

Schau mir in die Augen

  • Soziales Gedankenexperiment: Angenommen man erstelle sich sagen wir einen Twitter-Account und sei z.B. Veganer, für Gleichberechtigung und Flüchtlingsbefürworter, aber postet in aller Öffentlichkeit immer und immer wieder nur, wie toll doch Fleisch sei, wie sehr der Mann doch der Frau in allen möglichen Belangen überlegen sei und wie bescheuert es doch wäre, dass was weiß ich für Länder noch keine unüberwindbare Grenzzäune hätten… So anstößig, wie dies gegenüber großen Gruppen von Menschen wäre, fänden sich doch bestimmt schnell zig Leute, die diese Beiträge nur konsumieren würden, um danach ihre gegensätzliche Meinung kund zu tun, was ihr gutes Recht ist, Diskurs ist ja per se nichts Schlechtes. Weiter angenommen man führe dies über Jahre so fort und gäbe am Punkt der größten Aufmerksamkeit bekannt, dass man A) genau gegenteilige Ansichten vertritt und sich B) für die freiwillige Teilnahme an diesem sozialen Experiment bei jedem bedanken möchte. Was wäre dann? Ganz ab davon, dass einem bestimmt niemand derer, die man als Hater bezeichnen könnte, glauben würde… Wenn man sich mal empathisch in die Position der anderen Menschen begibt, was könnte man daraus lernen? Fast am wichtigsten ist doch, dass man merken würde, was für eine Zeit und Energieverschwendung der Konsum und die Gegenrede von nur vorgegebenen Meinungen war, weil man die Überzeugung auf persönlicher Ebene nicht real beurteilen konnte. Das ist was alle Menschen, die soziale Netzwerke nutzen neben ihren persönlichen Daten aufgeben, obwohl es, wie eben gesehen, so wichtig ist, um richtig beurteilen zu können.

Warten

  • Menschen brauchen (abgesehen von Grundbedürfnissen) die verschiedensten Dinge für ihre innere Ruhe. Der erste Schritt ist seine diesbezüglichen Bedürfnisse zu erkennen: Für manche mag es Musik oder Kunst sein, für andere die schiere Arbeit und für wieder andere braucht es andere Menschen. Natürlich ist auch ein Komplex daraus möglich und bestimmt häufig sogar wahrscheinlicher. Der zweite Schritt ist offensichtlich, es sei denn sie sind nicht möglich befriedet zu werden… tja was dann? Viele Menschen nehmen sich (oft auch unterbewusst) dann was sie wollen, aber was ist wenn nicht einmal das möglich ist? (natürlich mal ganz abgesehen davon, wie fragwürdig es ist, dass das richtig sein kann) Wie es überhaupt möglich sein kann, dass dieser Umstand ent- und oder bestehen kann? Man stelle sich vor, der eigene Wille sei einen Menschen zu treffen, der dich aus dessen eigenem Willen kennenlernen möchte. Es ist offen ersichtlich nichts möglich, um das Eintreten des Widerfahrens für einen selbst zu beschleunigen oder hervorzurufen, ohne dass die Wahrheit hinter der fremden Absicht durch eigene Handlungen verzerrt wird. Und nun? Was tut man im Stadium des Wartens, in das man verdammt ist? Nichts…

Erhabenheit

  • Ohne sich Größe anmaßen zu wollen, die über das gewöhnlich Schöne hinausreicht und dennoch Ehrfurcht auszulösen. Warum ist dieses Gefühl mit dem Gefühl von Unerreichbarkeit verbunden? Das wird einem immer dann klar, wenn man sich an die Zeitpunkte zurückerinnert, an denen man sich erhaben fühlte… Als wäre es doch keine wahre Erhabenheit gewesen. Vielleicht kann man sie auch eher in speziellen Sachverhalten besitzen. Aber halt nicht gänzlich: Jene die sich dies anmaßen, verweigern sich im Leben dazuzulernen. Denn jedes mal danach ist es dann wieder so, als hätte man eine Lüge der Erhabenheit gelebt. Aber wir können es uns zum Ziel setzen die bestmöglichste zu erreichen.

Kennenlernen

  • Wann bist du das letzte mal raus gegangen, ohne einen Termin zu haben? Ohne zur Schule, Uni oder Arbeit zu müssen? Ohne sich mit Bekannten verabredet zu haben? Ohne mit Freunden Spazieren zu gehen? Ohne nur, um den Kopf frei zu machen? Ohne den 4 Wänden für irgendwas entfliehen zu wollen? Ohne, um Hobbys nachgehen zu können, zu müssen? Und wer nach draußen geht, um die Natur zu genießen, wird auch Menschen genießen können und offen genug sein, so wie zu der Zeit, als man noch klein war und auf die Straße gegangen ist, um Dinge, Sachverhalte und Menschen zu verstehen, diese kennenzulernen. Leider kann man heutzutage unter dieser Intention zu beliebiger Uhrzeit für 2h durch eine Stadt gehen und wird nicht noch einen Menschen mit dieser Intention antreffen…